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Mattes Nebeling - Germany

Stuhl Feli Nußbaum / Zur Bestellung 



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Nebelwasser, organische Bildhauerei

Mattes Nebeling
geb. am 11.01.1958 in Drolshagen

Seit 20 Jahren beschäftige ich mich mit organischen Formen unter Berücksichtigung formästhetischer Abhängigkeiten zu geometrischen Linien, Räumen und anorganischen Formen. Die absichtlichen Gegenüberstellungen von organischen Formen zu industriell gefertigten geometrischen Formen soll die Stimmigkeit dieser beiden Kontroversen hervorheben.




 

Mattes Nebeling

So entstehen außergewöhnliche Objekte, die sich durch das Zusammenspiel von organischen und anorganischen Formen auszeichnen.
Meine Arbeitsweise liegt im Bereich des Nicht-Messbaren. Die Maßeinheit ist meine Intuition, die ausschließlich von der gefühlsmäßigen Interpretation während der Arbeit beeinflusst wird.
Ich trenne grundsätzlich den angewandten Bereich nicht von der freien Kunst oder vom Designbereich, sondern gehe allein von der Ausstrahlung des organischen Körpers oder der Haptik der Oberfläche und den nicht erklärbaren Reizen solcher biomorphen Massen aus.
Bei der Berührung entlang einer solchen haptischen Oberfläche mit den Händen, wird eine organische Form bewusst, die unser Innerstes als ursprünglich empfindet. Sie ist nicht erklärbar, aber dem ureigensten Gefühl entsprechend.

Die Zusammensetzung des Namens „Nebelwasser“ ist in Anlehnung an die Aggregatformen von Wasser entstanden, Wasser in seiner weichen formenden und in seine harten sprengenden Kraft. Wasser gibt es in gasiger Form als Nebel, in flüssiger und in fester Form als Eis.
Wasser wird für viele Dinge benutzt: um organisches Material wachsen zu lassen, um anorganisches Material schleifen zu können – z.B. Bachsteine und Kiesel, die ein wichtiges Symbol meiner Arbeit sind. Wasser macht den ewigen Kreislauf des Lebens bewusst. Daran anlehnend ist „Nebelwasser“ gleichzusetzen mit einem kreativen Kreislauf, der alle Bereiche berührt und daraus immer wieder neue Formen entwickelt.



Berührt zu werden

Die Objekte von Mattes Nebeling laden zu einer Berührung mit dem Material Holz ein. Die angewandten Objekte (Tisch, Stuhl, Lampe, Regal), die Sie hier sehen, sind nur ein kleiner Ausschnitt aus einer langen kreativen Entwicklungsphase. Technische Perfektion mit organischen Formen in Einklang zu bringen, ist zunächst die Intention dieser Objekte.

Die organischen Formen sind durch Körperabformungen und Naturbeobachtungen aus der Pflanzenwelt entstanden.



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Die Rundungen sind aus einem Korpus hervorgegangen und sollen die Schwingung und Lebendigkeit der Objekte untermalen. Jedes Objekt ist dabei aus dem Holz von einem Baumstamm entstanden, so dass die Eigenart des Urspungsbaumes erhalten bleibt.

Die haptische Oberfläche ist so zart wie eine Haut geschaffen, die man bei Gefallen berühren möchte.

„Warum sieht es so aus, als ob sich die Lampenflügel unterhalten oder den Kontakt suchen?“

Es ist wahrscheinlich diese Lebendigkeit im Werkstoff Holz, aber auch vielmehr das technisch perfekte Abbild natürlicher Formen. Der Wind scheint in das Regal zu blasen und doch hält die strenge geometrische Form der blauen Regalböden die Zerbrechlichkeit des Blattes zusammen.

Wenn Sie hier den Stuhl neben einer Lampe stehen sehen, sieht es so aus, als ob der Stuhl seine Einsamkeit überwinden kann, obwohl er noch unbesetzt ist.

Eins passt zu dem anderen, und so soll es auch sein, denn nur im Kontakt wird die Seele berührt.



Folium - Entdecken und Verstecken

Sie birgt das Licht in umhüllenden Blättern und offenbart es zugleich durch die Durchbrechungen ihres Holzkranzes: die Lampe „Folium“ von Mattes Nebeling. Kein Zweifel, die Natur stand Pate bei ihrer Entwicklung: Die zur Sonne strebenden Blütenblätter von Krokus und Tulpe inspirierten Nebeling. Doch auch der Wurzelhals einem Baumes mit seiner Standfestigkeit und Erdung spiegelt sich hier wider.

Folium ist ein Objekt, das im Raum Akzente setzt: weniger durch die aufhellende Wirkung, als durch die Schattenwürfe – im Inneren der Lampe ebenso wie im gesamten Raum.




 

Die in der Geborgenheit der Lampe ruhende, kugelige Lichtquelle wird umgewandelt in die Schattenfragmente der Blätter. Sie öffnet und verschließt sich dem Betrachter – je nach dessen aktuellem Blickwinkel.

Folium wirkt wie eine kleine Feuerstelle und lockt an zum näheren Betrachten und Entdecken. Das Holz reflektiert das Licht in unterschiedlichen Schattierungen. Dabei offenbart sich die natürliche Schönheit des Holzes: die Farbvielfalt der Kirsche oder der Birne, aus deren Stammholz Folium entspringt. Dazu Nebeling: „Jede Lampe entsteht aus einem Baum, aus einem Stamm. Ich füge das Holz entsprechend seiner Maserung – und damit entsprechend seines Wachstums – wieder zusammen. Dadurch bleibt die natürliche Harmonie erhalten – ein wichtiger Aspekt von organischem Design.“

Der Name „Folium“ ist ebenfalls auch der Natur abgeleitet: Es ist der lateinische Begriff für „Blatt“ – und damit für das Charakteristikum der Lampe.