Jürgen Bergmann
Galerie TILLBEER Concept in Bielefeld - Sennestadt

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Christof Grosse - Germany

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Ausbildung als Schmuckdesigner. Eigene Werkstatt seit 1986. Spezialisierung auf Modeschmuck, eigene Firma seit 1995, Lehrauftrag an der FHG Pforzheim. 1995 / 96 Messebeteiligungen in Frankreich und Deutschland. Paralell dazu Entwicklung der Wasserspringschale, dadurch vielfacher Kontakt zu den "Erforschungsfeldern für die Sinne" nach Hugo Kükelhaus und zur Wasserforschung.




 

Christof Grosse - phenomena

Wasserspringschale

Die Wasserspringschalen sind ursprünglich eine chinesische Idee und von mir rekonstruiert und weiterentwickelt worden. Sie sind ein Zwischending zwischen Klangschalen, wie man sie etwa aus dem indischen Raum kennt, und Glocken, haben auch die Form einer umgedrehten, flachen, dünnwandigen Glocke3. Das Material ist ebenfalls wie bei Glocken Bronze, also 90 % Kupfer und 10 % Zinn. Glockenbronze ( 70 % Kupfer und 30 % Zinn ) wäre klanglich sicher noch besser, aber dann wären die Schalen spröde und würden beim evtl. Herunterfallen springen.
So sind sie zäh und verbiegen sich höchstens. Auch unsere Glocken kommen ursprünglich aus China, die ersten kamen erst um 500 n.C. in Kleinasien und Europa an. In Europa wurden sie dann allerdings bis zum Ende des Mittelalters zu einem „ High-Tech“-Instrument weiterentwickelt, an dessen perfekter Form sich seither nicht mehr viel geändert hat.





Es geht bei der Wasserspringschale um das Prinzip, einen Ton durch Anreiben anstatt durch Anschlagen zu erzeugen. Dadurch ist sie verwandt mit dem bekannten Weinglas, das man durch Umfahren des Randes mit dem mit Flüssigkeit benetzten Finger zum Klingen bringen kann. Weil die Bronze die Schwingungen sehr viel stärker aufs Wasser übertragen kann, als das Glas dies könnte, werden die Schallwellen im Wasser sichtbar. Was man sieht, sind eigentlich zwei vollständige Sinusschwingungen mit je zwei Maxima und Nullstellen ( daher die Vierteilung), die sich in einem Kreis ständig übereinanderlegen. Diese Sinusschwingungen stauchen sich mit der Zeit so sehr, dass das Wasser nach oben wegspringen muss.

Jede Glocke besitzt beim Anschlagen mindestens vier gleichzeitig klingende Obertöne, die man bei genauem Hinhören ganz gut unterscheiden kann. Mit der Wasserspringschale ist es möglich, diesen Gesamtklang in seine einzelnen Obertöne zu zerlegen, je nachdem wie man mit der nassen Handfläche daran reibt ( mit viel oder wenig Handfläche, längs oder quer usw. ) Beim tiefsten Oberton gibt es die Vierteilung des Schwingungsbildes, bei einem höheren die Sechsteilung, das heißt drei Sinusschwingungen ( zusammen also sechs Maxima und Nullstellen ) überlagern sich dann.

Der tiefste Ton lässt das Wasser am intensivsten springen. Beim Spielen ist zu beobachten, dass langsame, ruhige Bewegung schneller zum springen führt als schnelle, hektische.
Das Rezept heiß: soviel Handfläche wie möglich auf die Griffe bringen. Aber nicht nur das Aufspringen ist eindrucksvoll, sondern auch wie das Wasser mehr und mehr in Bewegung kommt und dabei vor allem zu Beginn sehr schöne Muster und Strukturen entwickelt, oder wie dann die ersten Tropfen über die vibrierende Oberfläche nach innen hüpfen und wieder im Wasser aufgehen. Man kann diese langsamen und schönen Musterbildungen gut zu Meditationszwecken anwenden.